7. Station: Möllerbrücke, Gichtbühne / oberste Ebene im Hochofengebäude

Schwere Arbeit und modernste Technik am Hochofen

Der Hochofen der Sayner Hütte wurde gegen den Berghang gebaut, um an Höhe zu gewinnen und die Rohstoffe, den sog. Möller, über eine Rampe und eine Brücke (Möllerbrücke) direkt bis an die Hochofenöffnung, die Gicht, zu transportieren.

Die Öffnung des 11 m hohen Hochofens ist heute mit einem Geländer gesichert, früher gab es dies nicht und die Arbeiter liefen jederzeit Gefahr in den Hochofen zu fallen.

Für den Verhüttungsprozess beschicken die Arbeiter den Hochofen mit einem Gemisch aus Eisenerz, Kohle und Kalk. Dieses Gemisch wird auf 1.450°C erhitzt und lässt schließlich Eisen, Schlacke und Gichtgas entstehen. Das flüssige Eisen und die Schlacke sinken im Hochofen nach unten, während das Gichtgas nach oben aufsteigt. Wöchentlich werden so auf der Sayner Hütte 36 Tonnen Eisen produziert.

Direkt neben dem Hochofen steht der sog. Röhren-Winderhitzer (Wasseralfinger Apparat). Er wird hier schon kurz nach seiner Erfindung eingesetzt und erhitzt den Gebläsewind, der normalerweise kalt von unten in den Hochofen eingeblasen wird. Durch seine Erwärmung wird 30 % Kohle eingespart.

Unweit der Hochofenöffnung zertrümmert die Kalksteinpoche Kalk. Ihr riesige Hammer wird durch ein Wasserrad bewegt und geht minütlich zwölfmal auf und nieder. Oft arbeiten hier Kinder, die Kalksteine unter den herabfallenden Hammer legen und danach schnell die Kalkstücke aufsammeln.

Auf dem Drehmonitor erfahren Sie noch weitere Details zu den technischen Maschinen und den Prozessen auf dieser Ebene.