4. Station: Turbinenhaus, Lagerhaus Monreal, Ausgrabungen

Der Weg des Wassers

Das Gelände der Sayner Hütte dehnte sich weit in südlicher Richtung bis zum heutigen Schlosspark aus. Die Wohnhäuser auf der anderen Seite des Saynbaches und auch die Gebäude der Firma Monreal stehen auf einstigem Hüttengelände.

Unter dem vor ihnen liegenden Turbinenhaus und dem Lagerhaus der Firma Monreal ist heute noch ein Wasserkanal der Sayner Hütte erhalten, der sog. Untergraben. Er ist die Fortsetzung des Obergrabens, der rund 2 km nördlich der Sayner Hütte vom Saynbach abgeleitet wird und bis hinter das Hochofengebäude verläuft. Das Wasser wird teilweise ober-, teilweise unterirdisch geführt und treibt mehrere Wasserräder auf der Hütte an.

Hinter dem Arkadengebäude (Eisenkunstgussmuseum) wird das Wasser des Obergrabens durch eine Leitung nach unten geführt und im Untergraben unterirdisch bis in den Schlosspark geleitet, wo es wieder in den Saynbach mündet.

Vor dem Arkadengebäude wurde im September 2021 eine Wasserradkammer entdeckt, die hier vermutlich im 19. Jh. zum Antrieb einer Schlackenpoche und eines Bohrwerkes dient. Ebenso entdeckt wurden Gewölbe, deren Funktion jedoch unbekannt ist.

Erst Anfang des 20. Jh. wird das Wasser im Turbinenhaus zur Stromerzeugung durch Turbinen genutzt.

Produkte der Sayner Hütte und Preußischer Eisenkunstguss >