Als die Sayner Hütte zum Land Preußen gehörte, wurde sie zum Vorbild für das Bauen und Arbeiten in der damaligen Zeit. Den Umbau übernahm der Maschinenbauer Karl Ludwig Althans. Er leitete auch den Bau der neuen Gießhalle. Diese Gießhalle hatte auch ein Gerüst aus Eisen. Das schützte das Gebäude besser vor Feuer als die alten Holzpfeiler. Diese Bauweise war damals ganz neu. So wurde auch der Eiffelturm in Paris gebaut, aber erst 50 Jahre später. Das Gerüst der Halle bestand aus vielen Bauteilen aus Eisen. So ein Gerüst konnte man einfach verlängern. Das hat man bei der Gießhalle auch gemacht, weil man mehr Platz gebraucht hat. Die Westseite der Gießhalle war auch aus Glas und Eisen gebaut. So kam ganz viel Licht in die Halle. Das war gut für die Arbeit. Die neue Gießhalle sollte vor allem praktisch sein. Deshalb gab es in dem Gebäude viele moderne Maschinen, zum Beispiel eine Kranbahn. Sie konnte schwere Eisenstücke durch die ganze Halle transportieren. An der Westseite war ein großes Tor. Durch das Tor wurden Eisenstücke bis zum Vordach gefahren. Dort wurden sie auf Pferdewagen geladen und weiter transportiert. Die Familie Krupp hat die Sayner Hütte bis 1926 benutzt. Dann wurde die Anlage geschlossen und die Gemeinde Sayn hat das Werksgelände gekauft.